Ist eine Plattform für gestalterische Zukunftsvisionen, zwischen Design, Produktdesign und konzeptueller Kunst. Die ausgestellten Positionen verhandeln nahe oder ferne Zukünfte auf gesellschaftlicher, politischer, materialtechnischer oder rein visueller Ebene, ohne sich klar zu positionieren: Jedes Objekt bewegt sich zwischen den Polen Utopie und Dystopie, oder besetzt bewusst deren Extreme.
Im Zentrum steht nicht die Erklärung, sondern das Erlebnis. Die Ausstellung funktioniert über Aura, Emotion und Atmosphäre, ein Zukunftsszenario soll spürbar sein, bevor es verstanden wird.
Zukunft ist kein Zukunftsthema mehr. Sie ist längst Gegenwart, in Debatten über Klima, Technologie, gesellschaftlichen Wandel. Doch während der Diskurs oft in Extremen feststeckt: Fortschrittsglaube oder Untergangsangst, fehlt ein Raum, der beide Pole gleichzeitig zulässt, ohne sich zu entscheiden.
Utopia/Dystopia schafft diesen Raum. Kein Podium für fertige Meinungen, sondern ein Ort, an dem Betrachtende ihre eigene Haltung zur Zukunft entdecken.
Ausgewählt wird über Open Call und gezielte Ansprache, von Studierenden bis zu etablierten Professionals. Kriterium ist ausschließlich die Qualität. Gewertet wird nicht, die Einordnung in Utopie oder Dystopie entsteht durch die Kuration und die Objekte selbst, im Kopf der Betrachtenden.